Steckbrief: Sophie Korth

Alter:

23 Jahre

Profession:

Staatlich geprüfte Kosmetikerin (an Bord: Beauty Therapist)

Wo hast du deine Ausbildung absolviert?

Ich habe meine zweijährige Ausbildung bei den Dr. von Morgenstern Schulen in Braunschweig absolviert.

Schiffe:

Norwegian Bliss, Norwegian Epic

Vertragszahl:

Zurzeit mache ich meinen zweiten Vertrag an Bord.

1. Wieso hast du dich für eine Karriere an Bord entschieden?

Anfangs habe ich mich für eine Karriere an Bord entschieden, da ich davon träumte das Arbeiten und mit dem Reisen zu verbinden und dabei die Welt zu erkunden. Ich habe mir nach meiner Ausbildung einen perfekten Start in das Berufsleben gewünscht und mich somit direkt für Steiner den führenden Spa Betreiber auf internationalen Kreuzfahrtschiffen beworben. Persönlichkeitsentwicklung stand bei mir auch ganz oben auf der Liste. Diese Ziele konnte ich bereits während meines ersten Vertrages erreichen. Die Erfahrung an Bord sind unverwechselbar und nicht mit einem normalen Job an Land vergleichbar. Jetzt bin ich gerade auf meinem zweiten Schiff der Norwegian Epic angekommen. Das Schiff habe ich als Wunschschiff angegeben und freue mich, dass dieses von Steiner berücksichtigt wurde und ich hier meinen nächsten Vertrag fahren darf.

2. War das Training in London hilfreich als Vorbereitung für die kommende Zeit an Bord?

Ja, das Training in London behandelt intensiv die Behandlungen, die man an Bord in seiner Profession durchführen wird.

Mein Behandlungsspektrum an Bord waren hauptsächlich die sogenannten „BIOTEC Facials“, allerdings kann man seine Gäste zusätzlich innerhalb bestimmter Behandlungsprogramme mit Massagen verwöhnen.

Das heißt auch die Kosmetikerinnen werden in der Academy in London verschiedene Massagetechniken erlernen. Die klassischen Massagen und Behandlungstechniken wurden womöglich schon während der Berufsausbildung abgedeckt in London wird daran angeknüpft und das Wissen auf internationalen Level, passend für die Kreuzfahrtschiffe erweitert.

Neben den Behandlungen geht man in der Academy auch auf Themen wie Verkaufsstrategien, Vorträge und Seminare, sowie „“Public Speaking“ das Sprechen vor einem Publikum ein.

Diese Vorbereitung ist extrem wichtig für das Arbeiten an Bord und kann einem auch im späteren Leben zu mehr Erfolg verhelfen.

Zuletzt bereitet die Academy die Trainees nach dem Erhalt der „Details“ (das heißt auf welches Schiff man kommt und wo man hinfliegen wird) auf Flug, Transport und die ersten paar Tage an Bord vor. Man muss also nie befürchten, dass man alleingelassen wird.

Natürlich werden die ersten paar Wochen an Bord etwas ,,Stressiger´´ da man auf einmal in einer ganz neuen Umgebung arbeitet aber alle Crew Mitglieder und Spa Manager sind sehr hilfsbereit und helfen einem dabei, sich schnell einzuleben.

3. Beste Berufserfahrung an Bord?

Ich finde es großartig, dass ich meine Karriere durch das Arbeiten an Bord vorantreiben kann.

Man lernt viele neue Menschen kennen und sieht so viele verschiedene Gesichter in seinem Behandlungsraum, dass man ein sehr geschultes Auge für eine gute Haut- und Bedarfsanalyse bekommt.

Die besten Erfahrungen habe ich in der Zusammenarbeit mit unseren Medi-Spa Doktoren machen können. An Bord zählen gering-invasive, ästhetische Eingriffe zum Spezialgebiet der Doktoren.

Wir als Kosmetikerinnen sind stets im Austausch mit ihnen und können unsere Gäste an sie weiterempfehlen. Dadurch lernt man diese Behandlungen sehr gut kennen und kann sich mit den glücklichen Gästen über die schönen Ergebnisse noch mehr freuen.

4. Schönste Erinnerung an einem „Day Off“?

Die Norwegian Bliss legte während der „Panama-Cruise“ in Mazatlán, Mexiko an und ich hatte mit meinen Freunden den ganzen Tag frei. Wir sind im Taxi zu einem Strand in der Zona Dorada (Golden Zone) gefahren und haben den ganzen Tag bis zum wunderschönen Sonnenuntergang dort verbracht. Wir haben uns Essen und Getränke zu unseren Liegestühlen bringen lassen, sind Jet Ski gefahren und geschwommen, haben der Livemusik zugehört und dazu getanzt, haben Spiele gespielt und konnten richtig schön abschalten.

Lieblingshäfen?

Die schönsten Häfen liegen für mich in Alaska, USA.

Egal wo man ist, es gibt immer was zu sehen in Alaska. Besonders die kleine Stadt Juneau hat es mir angetan. Hier gibt es viele Wanderrouten und eindrucksvolle Gletscher, schöne Restaurants und eine Ortsansässige Crew Bar. Da die Norwegian Bliss immer erst spät aus Juneau ablegte, konnte ich mich hier mit Freunden aus dem Spa, aber auch den anderen Departments, treffen, Billard spielen und eine gute Zeit haben. Ein tolles Ziel während unserer siebentägigen Kreuzfahrt in Alaska war auch Glacier Bay. In dieser Bucht gibt es erstaunliche Gletscher und Berge zu sehen und ab und an kann man auch Wale oder Bären beobachten.

Auf welche Weise hat dich das Arbeiten an Bord verändert (Beruflich/Persönlich)?

Ich glaube fest daran, dass man mit seinen Herausforderungen wächst. Natürlich gibt es Herausforderungen an Bord, aber man lernt schnell diese zu bewältigen und schon bald sind dieser ein Teil des normalen Alltags.

Meine Erfahrungen, mein Karrierefortschritt, mein Lebensstil sind schon nach einem Vertrag nicht mehr mit denen meiner Freunde vergleichbar.

Ich finde es nach wie vor schön, mich mit Freunden und Bekannten auszutauschen nur merke ich jedes Mal, dass es für viele nicht nachvollziehbar ist, welche Erfahrungen man an Bord macht und mit was für tollen Erinnerungen man wieder Nachhause kommt.

Für das Handwerk an sich lernt man ebenso viel. Man wird effizienter, bekommt ein geschulteres Auge und erlernt neue, hochwertige Techniken. Die Arbeit an Bord verhilft einem auch zu mehr Selbstständigkeit, denn zu einem erfolgreichen Vertrag gehört es auch, seine Behandlungen an Bord zu promoten und so den eigenen Kalender mit Behandlungen zu füllen.

Finale Worte

An Bord eines Kreuzfahrtschiffes herrscht ein anderes Zeit-Raum-Kontinuum: Man lernt schneller, man wächst schneller und die schnell gefundenen Freunde werden bald zur Familie. Es ist ein völlig anderes Leben und aus Erfahrung weiß ich, außenstehenden Personen fällt es schwer, das nachvollziehen zu können. Daher kann ich jedem nur raten, es selbst zu erleben oder wie Nike sagt: “Just do it!”